Sonntag, 15. Mai 2011

Ökofaktoren der Tiefsee

Die drei entscheidensten und auch meist ausgeprägtesten Ökofaktoren, die auf die Tiefsee einwirken, sind die Lichtintensität, die Temperatur und der enorm hohe Druck.


Kommen wir zuerst zur Lichtintensität. Da das Sonnenlicht nicht in die Tiefsee eindringen kann, vermutet man eigentlich, dass es in der Tiefsee stockdunkel ist. Ist es aber nicht ganz, das Zauberwort heißt Biolumineszenz.
Biolumineszenz ist die Fähigkeit von Organismen Licht durch Energie zu erzeugen. Wie einige spezielle
Organismen in der Tiefsee diese Fähigkeit auch zur Jagd  erläuter ich später nocheinmal genauer.

Kommen wir nun zur Temperatur. In der Tiefsee ist es enorm kalt (-1-4 Grad Celsius),
was natürlich auch an dem fehlenden Sonnenlicht liegt. Dass das Wassern der Tiefsee bei Minusgraden nicht friert liegt daran, dass gelöste Inionen den Gefrierpunkt ändern und das Wasser so erst bei geringerer Temperatur einfriert.

Des Weiteren herrscht auch ein sehr hoher Druck auf die Organismen der Tiefsee.
Alle 10 Meter kommt ein Kilogramm pro Quadratcentimeter hinzu.
Im Marianengraben (11000m tief) herrscht also der Druck von einer ganzen Tonne
auf einen winzigen Quadratcentimeter. Das ist auch der Grund, warum die Erforschung durch die Menschheit noch so jung ist, da man erstmal eine Technik erfinden musste, welche diesem Druck standhält.

Samstag, 14. Mai 2011

Erforschung der Tiefsee durch den Menschen




Was würden Sie sagen, wo ist der Forschungsfortschritt weiter,
bei der Rückseite des Mondes, oder bei der Tiefsee?
Bei der Tiefsee? Falsch! Aufgrund der hohen technischen Vorraussetzungen durch den enorm hohen Druck ist es den
Menschen gerade einmal gelungen knappe 2% der gesamten
Tiefsee zu erforschen.

Angefangen hat das ganze 1521, als
Ferdinand Magellan vergeblich mit einem 700m langen Seil
Probierte den Boden des Ozeans auszuloten. Da aber die am
Ende des Seiles befestigte Eisenkugel den Boden nicht berührte,
kam man zu dieser Zeit zu dem Entschluss, dass die Tiefsee
unendlich tief sei.

Erst 1818 kam es zu der Entdeckung von Leben in der Tiefsee.
Der berühmte englische Polarforscher Sir John Ross konstruierte
Damals eine Greifvorrichtung an einem Seil, womit er dann aus 2km
Tiefe einige Würmer und Quallen aus der Tiefsee hinausfischte.

1876 bestätigte dann das britische Expeditionsteam der Challenger,
dass die Tiefsee voller Leben sei.

Die erste Berührung mit der Tiefsee gab es dann 1930, als
William Beebe und Oltis Barton in einer speziell konstruierten Glaskugel knapp 500 m tief in die Tiefsee gelangten.

Der bis heute tiefste Punkt der Tiefsee mit über 11.000m wurde
Bereits 1960 durch den Amerikaner Don Walsh und den Schweizer Jacques Piccard entdeckt. Es handelt sich dabei um den Marianengraben östlich der Philippinen.

Montag, 2. Mai 2011

Die Geheimnisse der Tiefsee

Die Tiefsee ist ein Lebensraum voller Geheimnisse und Überraschungen.
An keinem anderen Lebensort herrschen solch schlechte Lebensfaktoren wie hier.
Es ist sehr kalt, dunkel und es herrscht ein enormer Druck.
Trotz alle dem gibt es ein unfassbar viel Leben in der Tiefse,
zumindest in den Teilen, die die Menschheit schon erforscht hat und das
sind nicht besonders viele, denn selbst die Rückseite des Mondes ist mehr erforscht
als die Tiefsee.


In den kommenden Einträgen hier in diesem Block werde ich genauer auf die
Monster (Tiere und Pflanzen), die Umweltbedingungen, die Anpassung der Lebewesen,
sowie auf die Erforschung durch die menschen eingehen.
Dieser Eintrag gilt nur als kleine Einleitung.

Hier ein kleiner Vorgeschmack:
(der Anglerfisch)

http://www.nmb.bs.ch/hatchetfish-webklein.jpg